• Armin Koppert

Warum studieren, wenn es YouTube gibt?

Auf Youtube, LinkedIn Learning und vielen anderen Portalen gibt es eine Vielzahl von Tutorials für jeden erdenklichen Anwendungsfall. Vom professionellen Backen bis zum Dronenflug. Vom Stillen eines Babys bis hin zur Autoreparatur. Die Klickzahlen sprechen für sich, es ist definitiv ein großer Bedarf vorhanden. Aber warum?


Photo by Christian Wiediger on Unsplash

Durch die technisch diversere Welt und die fast unendlichen Kombinationsmöglichkeiten der Tools lässt sich fast alles selbst machen, wenn man nur die Zeit und das Wissen hat.

Letzteres ist leicht verfügbar. In schnell anzuschauenden Tutorials lernen wir das, was wir sofort brauchen. Vermeintlich zumindest.


Während bei einer Ausbildung oder einem Studium erfahrene Menschen die richtige Abfolge von Wissenshäppchen für uns vorausplanen, bedienen wir uns bei Tutorials komplett selbst. Natürlich funktioniert das als Selbststudium am Anfang recht gut, nur werden die Häppchen in der Summe viel mehr und die Zielsetzung geht recht schnell verloren. Zudem werden (absichtlich?) die wirklich wichtigen Puzzlesteine bei Tutorials nicht gezeigt, da diese oft fälschlicherweise als vorausgesetzt angenommen werden.


Konsumierbare Tutorials haben selbstverständlich einen starken Reiz. Ich tippe mein Problem ein und finde sofort eine Lösung, die adaptiert werden kann. Vielleicht. Dies funktioniert bei Experten, die nur ein kleines Wissensupdate oder eine Funktion benötigen, sehr gut. Gerade, da die Möglichkeiten der Tools nicht mehr in "Bedienungsanleitungen" bzw. Manuals beschrieben werden, sondern nur noch deren Funktionen ohne Kontext zur Anwendung. Wenn man jedoch wirklich bei fast Null beginnen muss, um sich richtig einzulernen, sind allgemein verfügbare Tutorials eher weniger geeignet, da das kontextuelle Wissen zur Einordnung der Lösung auf das Problem fehlt. Das schrittweise Einlernen, bspw. durch (freie) Online-Kurse, zehrt jedoch kräftig an den Nerven, da der Aufbau oftmals langatmig ist oder die Lernkurve zu stark steigt. Die richtige Mischung macht es. Hier kommen die Experten ins Spiel. Nicht umsonst gibt es Fachverlage, Einstiegsbücher und Grund-/Aufbaustudien.


Wer erfahren in seiner Branche ist und eine neue Funktion gezeigt bekommen möchte, für den sind die (freien) Online-Tutorials aufgrund ihrer hohen Aktualität geeignet. Wer ein größeres Wissensupdate braucht, bedient sich, frusttolerant, bei den MOOCS und Plattformen wie LinkedIn Learning. Wer jedoch ganz frisch in etwas einsteigen möchte, darf sich sehr gerne Appetit für die Leidenschaft bei YouTube holen. Das Handwerkszeug zu erlernen und dann auch zu beherrschen braucht aber das, was am teuersten ist. Zeit. Zeit für das Erlangen von Wissen, Zeit für das Erarbeiten von Know-how, Zeit für Fehler und Lessons Learned und Zeit, sich die Zeit zu nehmen. Und so ist es oftmals am Einfachsten unsere Zeit (in Form von erwirtschaftetem Geld), gegen die Zeit, die andere bereits mit dem Thema verbracht haben, zu tauschen. Auch wenn die Lösung vermeintlich nur nach 3:36 Minuten Video schauen aussieht, stehen doch Tage oder Jahre kontextuelles Wissens unsichtbar vornedran.


#youtube #linkedin #mooc #lernen #studieren

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